Glossar
Schlüsselbegriffe in der professionellen Vermessung und Geospatial-Technologie.
GeoTIFF ist ein standardisiertes Rasterbildformat, das Geodaten und Georeferenzierungsinformationen in eine TIFF-Datei einbettet, um räumliche Daten in Vermessungsprojekten präzise zu verwalten.
Ein Messgerät zur kontinuierlichen Erfassung und Aufzeichnung von Wasserspiegeländerungen in Meeren, Seen und Flüssen.
Vermessungsmethode zur Bestimmung von Landvermessungsgrenzen und Küstenlinien basierend auf mathematischen Vorhersagen von Gezeitenbewegungen und Wasserspiegelständen.
Ein GIS ist ein computergestütztes System zur Erfassung, Verwaltung, Analyse und Visualisierung von räumlichen Geodaten für Vermessungs- und Planungsaufgaben.
GLONASS ist ein russisches Satellitennavigationssystem, das präzise Positionsbestimmungen für Vermessungsarbeiten ermöglicht.
GNSS ist ein Satellitennavigationssystem, das weltweit präzise Positions-, Navigations- und Zeitsignale für Vermessungsarbeiten bereitstellt.
Eine GNSS Epoch ist ein diskreter Zeitpunkt, zu dem ein GNSS-Empfänger Positionsdaten von Satelliten erfasst und speichert.
GNSS L1 L2 L5 Frequenzen sind die von Satellitensystemen ausgestrahlten Funkfrequenzen zur Positionsbestimmung, wobei L1 die Grundfrequenz, L2 und L5 zusätzliche Frequenzen für Präzisionsmessungen darstellen.
GNSS Multipath ist die Verfälschung von Satellitensignalen durch Reflexion an nahegelegenen Objekten, die zu Positionsfehlern führt.
Eine GNSS-Antenne ist ein spezialisiertes Empfangsgerät, das Signale von Satellitensystemen wie GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou empfängt und zur hochgenauen Positionsbestimmung in der Vermessung verwendet wird.
Das Phasenzentrum einer GNSS-Antenne ist der virtuelle Punkt, von dem aus Satellitensignale empfangen werden, und unterscheidet sich oft vom mechanischen Antennenmittelpunkt.
GNSS-Signalverarbeitung ist die Methode zur Erfassung, Analyse und Verarbeitung von Satellitensignalen zur Bestimmung präziser Positionen in der Vermessung.
Das Global Positioning System (GPS) ist ein satellitengestütztes Navigationssystem, das präzise Positionsbestimmungen weltweit ermöglicht und in der Vermessung als Standardverfahren eingesetzt wird.
Die GPS-Woche ist eine Zeitreferenzeinheit des GPS-Systems, die aus 604.800 Sekunden besteht und seit dem 6. Januar 1980 fortlaufend gezählt wird.
Grade Control ist eine Vermessungstechnik zur präzisen Überwachung und Kontrolle von Höhenkoten und Gefällen bei Bauvorhaben und Erdarbeiten.
Die Grenzstreitvermessung ist ein spezialisiertes Vermessungsverfahren zur rechtlichen und technischen Klärung umstrittener Grundstücksgrenzen durch präzise Messung und Dokumentation.
Ground Point Filtering ist ein digitales Verfahren zur automatisierten Trennung von Bodenpunkten von Nicht-Bodenpunkten in LiDAR- und Punktwolkendaten.
Das GRS80 Ellipsoid ist ein globales Referenzellipsoid, das die Form der Erde annähert und als Grundlage für moderne geodätische Vermessungen und Koordinatensysteme dient.
Die Grundstücksgrenzvermessung ist ein Vermessungsverfahren zur exakten Bestimmung und Dokumentation der Grenzen von Grundstücken oder Liegenschaften mittels präziser Messinstrumente und geodätischer Methoden.
Eine Grundstücksvermessung ist die präzise Vermessung und Dokumentation der Grenzen, Fläche und rechtlichen Merkmale eines Grundstücks für Rechtssicherheit und Eigentumsnachweis.
Die Bodenauflösung (Ground Sample Distance) ist der Abstand zwischen zwei benachbarten Pixeln in einem Luftbild oder Satellitenbild, gemessen auf der Erdoberfläche.
HDOP ist ein dimensionsloses Maß, das beschreibt, wie die geometrische Anordnung von Satelliten die Genauigkeit von horizontalen GPS-Positionsbestimmungen beeinflusst.
Heave Pitch Roll Compensation ist ein Verfahren zur Korrektur von Bewegungen von Vermessungsplattformen in drei Raumrichtungen für hochpräzise Positionsbestimmungen.
Höhenlinien sind Linien auf topografischen Karten, die Punkte gleicher Höhe über dem Meeresspiegel verbinden und die Geländeform dreidimensional darstellen.
Eine Höhenmarke ist ein permanenter Referenzpunkt mit bekannter Höhe, der zur Kontrolle und Kalibrierung von Höhenmessungen bei Vermessungen verwendet wird.
Die Horizontal Circle Reading ist die Messung von Horizontalwinkeln mit Hilfe des Horizontalkreises eines Vermessungsinstruments zur Bestimmung von Richtungen und Positionen von Vermessungspunkten.
Der Horizontalwinkel ist der in der horizontalen Ebene gemessene Winkel zwischen zwei Visierlinien, ein fundamentales Messelement in der Vermessung.
Die hydrographische Vermessung ist ein spezialisiertes Vermessungsverfahren zur Erfassung von Gewässertopographie, Tiefenmessungen und Uferlinien für nautische Karten und Wasserbauprojekte.
Das hydrographische Datum ist eine Referenzfläche für die Messung von Wassertiefen und Gezeiten in der Hydrographie und Küstenvermessung.
ICP (Iterative Closest Point) ist ein mathematischer Algorithmus zur automatischen Registrierung und Ausrichtung von dreidimensionalen Punktwolken durch iterative Minimierung der Abstände zwischen korrespondierenden Punkten.
Der ICP-Algorithmus ist ein mathematisches Verfahren zur automatischen Registrierung und Ausrichtung von 3D-Punktwolken durch iterative Minimierung der Abstände zwischen korrespondierenden Punkten.
IFC ist ein offener, internationaler Datenstandard für den Austausch von Gebäude- und Infrastrukturinformationen zwischen verschiedenen Softwareanwendungen in der Vermessung und im Bauwesen.
Das IFC-Format ist ein offener internationaler Standard für den Datenaustausch von Gebäude- und Infrastrukturinformationen zwischen verschiedenen Softwareanwendungen.
IHO S-44 ist der internationale Standard der Internationalen Hydrographischen Organisation für die Qualität von hydrographischen Daten und deren Austausch.
Die Instrumentenkalibrierung ist ein systematischer Prozess zur Überprüfung und Anpassung der Messgenauigkeit von Vermessungsinstrumenten, um sicherzustellen, dass diese den erforderlichen Standards entsprechen.
Ein spezialisierter Transportbehälter zur sicheren Aufbewahrung und zum Transport von Vermessungsinstrumenten und optischen Geräten.
Integer Ambiguity Resolution ist das Verfahren zur Bestimmung der korrekten ganzzahligen Anzahl von Wellenlängen in GNSS-Messungen, um zentimetergenaue Positionierungen zu erreichen.
Die Ionosphärenfreie Kombination ist eine mathematische Methode zur Eliminierung ionosphärischer Verzögerungen bei GNSS-Messungen durch die Kombination von Doppelfrequenzmessungen.
Die ionosphärische Verzögerung ist die Ausbreitungsverzögerung von Radiowellen durch die ionisierte Atmosphärenschicht, die bei Satellitenpositionierungssystemen berücksichtigt werden muss.
ISO 17123 ist eine internationale Normenreihe, die Genauigkeitsanforderungen und Testverfahren für Vermessungsinstrumente wie Theodolite, Tachymeter und GNSS-Empfänger definiert.
ISO 19650 ist eine internationale Norm, die die Organisation und Digitalisierung von Bauwerksinformationen über den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojekts definiert.
Der Kartenmaßstab ist das Verhältnis zwischen einer Entfernung auf einer Karte und der entsprechenden realen Entfernung in der Natur.
Die Kartenprojektion ist ein mathematisches Verfahren zur Umwandlung der dreidimensionalen Erdoberfläche auf eine zweidimensionale Kartenfläche.
Kartographie ist die Wissenschaft und Kunst der Herstellung von Karten durch systematische Erfassung, Verarbeitung und grafische Darstellung von Geoinformationen.
Das Kataster ist ein amtliches Verzeichnis und kartografisches System, das Grundstücksgrenzen, Eigentumsverhältnisse und Flächengrößen dokumentiert.
Die Katasteraufnahme ist eine präzise Vermessungstätigkeit zur Erfassung, Dokumentation und Kartierung von Grundstücksgrenzen, Liegenschaften und deren rechtlichen Verhältnisse für öffentliche Grundbücher und Liegenschaftskataster.
Kinematisches GNSS ist ein Verfahren zur Echtzeit-Positionsbestimmung beweglicher Objekte mit Zentimeter- bis Dezimetergenauigkeit mittels Satellitennavigation.
KML (Keyhole Markup Language) und KMZ sind standardisierte Dateiformate zur Darstellung von Geodaten und Vermessungsergebnissen in virtuellen Globen und GIS-Anwendungen.
Der Kollimationsfehler ist eine systematische Abweichung bei optischen Vermessungsinstrumenten, die durch mangelnde Justierung der Zielachse zur Horizontalachse entsteht.
Das Konfidenzintervall ist ein statistisches Maß, das den Bereich angibt, innerhalb dessen ein wahrer Messwert mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit liegt.